WeinmeisterhausDas Weinmeisterhaus ist ein offenes Haus für Kinder, Jugendliche, Kunst & Kultur in Berlin-Mitte. Es sollte am 31.12.2009 geschlossen werden. Wir haben protestiert.

Wie geht es weiter?

Das Haus ist vorerst gerettet, aber wir brauchen weiterhin Eure Ideen und Unterstützung!

Das kann wie folgt aussehen:

  1. Stiftungen, die Jugendarbeit bzw. außerschulischen Bildung / Jugendkulturarbeit unterstützen
  2. Sponsoren oder einzelne Bürger/innen, die unsere Angebote weiterhin an diesem Standort fördern wollen
  3. Spenden für unseren Verein „Weinmeisterhaus e.V.“
    Kontonummer: 33 87 200, BLZ: 100 205 00, Bank für Sozialwirtschaft
    (Der Verein hat schon über 10 Jahre die Angebote im Tanzbereich und einige Musikangebote unterstützt.)

Wir wünschen allen frohe Feiertage.

    22. Dezember 2009 Kommentare deaktiviert


    Das Wunder von Mitte

    Am 17.12.2009 gegen 21:00 entschieden ALLE Fraktionen dafür unserem Weinmeisterhaus noch eine Chance zu geben!
    Wir sind überglücklich!

    Wir danken allen unseren Kindern, Jugendlichen, Eltern, Lehrern, Kooperationspartnern, Nachbarn und Freunden des Hauses für Ihre Unterstützung und Solidarität. Nur mit Euch konnten wir dieses Wunder erreichen! DANKE.

    Jetzt heißt es neue Wege zu gehen, Ideen zu entwickeln und gemeinsam einen Weg zu finden unsere Finanzierung auch für die nächsten Jahre zu sichern. Wir brauchen also weiterhin eure Unterstützung!

    Vorab aber wunderbarste Weihnachten und ein besonders schönes 2010
    wünscht euch allen das Team vom
    Weinmeisterhaus!

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    18. Dezember 2009 Kommentare deaktiviert


    Demonstration am 16.12.

    KOMM zur Demo am Mittwoch, den 16. Dezember um 15:00 h vor dem Weinmeisterhaus.

    Weinmeisterstraße 15, 10178 Berlin
    Karte

    Wir protestieren gegen die Schließung des Weinmeisterhauses.

    Kinder und Jugendliche des Weinmeisterhauses,
    Eltern Lehrer/innen und Erzieher/innen der umliegenden Schulen
    Initiative Mütter der Kastanienbaumschule
    Freunde des Hauses

    14. Dezember 2009 Kommentare deaktiviert


    Protestbrief Neil

    Meine Damen und Herren,

    ohne lange nachzudenken schreibe ich Ihnen diesen Brief um Ihnen meine Empörung und meine Wut zur Schließung des Weinmeisterhauses mitzuteilen.

    Seit 10 Jahren schon besuche ich dieses Haus, mit 7 Jahren kam ich dort an und bin nun 17. Musiktheater und Theater, Gitarre und Gesang, Zeichnen, Tanzen habe ich im Weinmeisterhaus gemacht. Mit Gruppen aus dem Werk9 und dem Weinmeisterhaus bin ich in die Ukraine, nach Japan, nach Griechenland gekommen. Auch meine Geschwister haben hier viel gemacht. Nun wird das Weinmeisterhaus gnadenlos geschlossen.

    Es ist eine Schande für Berlin. Bald wird Mitte nur noch denReichen und Schönen gehören. Teure Hotels wie das neue Hotel Amano in der Rosenthaler Straße und schicke Boutiquen wird der Bezirk noch zu bieten haben.

    Die Gründe für diese Entscheidung sind bestimmtnach vollziehbar, Berlin ist verschuldet, das wissen alle. Aber vielleicht sind Sie sich dessen nicht bewusst, dass die Schließung des Weinmeisterhauses und zahlreicher anderer Einrichtungen neben allen finanziellen Vorteilen für die Stadt und ein wenig Verärgerung und Kopfschütteln vieler Menschen ein wahrhaftiges kulturelles und seelisches Verbrechen, eine Ungerechtigkeit ist. Seit 55 Jahren existiert das Weinmeisterhaus schon und nun soll alles weg. In einem Mal. Menschen verlieren ihre Arbeit, ihren Mut, ihre Motivation. Ich will nicht daran denken, was mit den vielen lieben Menschen des Hauses passieren wird.

    Können Sie dies mit Ihrem Gewissen vereinbaren? Seien Sie keine Rechenmaschinen, seien Sie  wahre Politiker und denken Sie an die Folgen dieser Entscheidung.

    Ich habe das Gefühl, Berlin macht sich was den Ruf der Stadt angeht, etwas zu viel vor. Qualitativ kann Berlin sich einen derartigen Verlust des Kulturlebens nicht leisten. Das Kulturleben wird immer hipper, schicker und teurer. Die Oberfläche glänzt immer schöner, und Berlins Ruf einer Kulturmetropole verbessert sich immer mehr, doch im Hintergrund werden heimlich, still und leise Kultur- und Jugendeinrichtungen geschlossen. Traurig.

    Was bleibt uns noch übrig? Abwarten,  nachdenken? Diskutieren?

    Handeln? Aber wie?

    Neil B.

    11. Dezember 2009 | 4 Kommentare »